7 Tipps für deinen Auftritt vor der eigenen Kamera
- Christian Marx

- 7. Okt. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 4 Stunden
So meisterst du dein nächstes Reel echt easy
Eigener Foto- und Videocontent gehört heute zum Arbeitsalltag von Contentcreator*innen, Kommunikator*innen und Organisationen. Das Smartphone ist dabei meist das zentrale Werkzeug: immer verfügbar, technisch leistungsfähig und niedrigschwellig einsetzbar. Entscheidend ist weniger die Technik selbst als der bewusste Umgang mit ihr und die Klarheit im eigenen Auftritt vor der Kamera.
Dieser Artikel bündelt praxisnahe Tipps für einen souveränen, klaren und professionellen Auftritt vor der Kamera.

Ich bin Inhaber der Kommunikationsagentur dot one und Lehrender im Bereich digitaler Kommunikation. Hier habe ich 7 einfache Tipps zusammengefasst, die du unbedingt beherzigen solltest, wenn du dich das nächste mal vor die Kamera stellst.
Tipp 1: Klare Entscheidung für Kanal und Format
Bevor die Kamera aktiviert wird, sollte klar sein, wofür der Content entsteht. Plattform, Zielgruppe und Nutzungskontext bestimmen Länge, Bildformat und Tonalität.
Für Social Media gilt in der Regel das Hochformat (9:16). Inhalte sollten kurz, prägnant und auf den jeweiligen Kanal zugeschnitten sein. Wer diese Entscheidung vorab trifft, vermeidet spätere Kompromisse in Bildausschnitt und Wirkung.
Tipp 2: Vorbereitung schlägt alles
Ein sicherer Auftritt vor der Kamera beginnt nicht mit dem ersten Take, sondern mit Struktur. Ein kurzes Konzept, ein grobes Drehbuch oder eine einfache Shotlist helfen, Gedanken zu ordnen und souverän zu bleiben.
Wichtige Fragen dabei:
Was ist die zentrale Aussage?
Was soll wann zu sehen und zu hören sein?
Welche Bilder unterstützen den Inhalt?
Diese Vorbereitung schafft innere Ruhe und macht spontane Momente erst möglich.
Tipp 3: Stabilität und Bildruhe ernst nehmen
Ein ruhiges Bild wirkt automatisch professioneller. Das Smartphone sollte stabil gehalten oder fixiert werden. Kleine Bewegungen wirken im Video schnell unruhig und lenken vom Inhalt ab.
Hilfreich sind:
beide Hände am Gerät
Abstützen am Körper oder an einer festen Oberfläche
einfache Stative oder Halterungen
Bildruhe ist keine technische Spielerei, sondern Teil der unweigerlich zur inhaltlichen Klarheit führt.
Tipp 4: Licht bewusst einsetzen
Licht entscheidet über Bildqualität und Präsenz vor der Kamera. Idealerweise kommt das Licht von vorne. Fensterlicht eignet sich besonders gut, wenn das Motiv dem Fenster zugewandt ist.
Wichtig:
Gegenlicht vermeiden
alle verfügbaren Lichtquellen im Raum aktivieren
auf gleichmäßige Ausleuchtung achten
Ein gut ausgeleuchtetes Bild wirkt offen, zugänglich und professionell, unabhängig vom Setting.
Tipp 5: Fokus und Perspektive aktiv steuern
Der automatische Fokus des Smartphones ist hilfreich, sollte aber bewusst eingesetzt werden. Durch Antippen des Bildschirms lässt sich der Fokus gezielt setzen.
Ebenso wichtig ist die Perspektive:
Kamera auf Augenhöhe erzeugt Nähe und Klarheit
leichte Variationen bringen Dynamik
extreme Auf- oder Untersichten bewusst einsetzen (niemand will deine Nasenhaare sehen!)
Die Perspektive transportiert Haltung oft stärker als Worte.
Tipp 6: Tonqualität nicht unterschätzen
Guter Ton ist Voraussetzung. Denn bei gesprochener Sprache entscheidet die Tonqualität über Verständlichkeit und Glaubwürdigkeit.
Zu beachten sind:
ruhige, hallarme Umgebung
idealerweise ein externes Mikrofon nutzen
Störquellen minimieren
Zusätzlich gilt: Inhalte sollten auch ohne Ton funktionieren. Untertitel, Texteinblendungen oder visuelle Stichworte erhöhen die Zugänglichkeit. Achte ausserdem darauf, dass dein Handy während der Aufnahme im Flugmodus ist!
Tipp 7: Konzentration auf den Moment
Während der Aufnahme sollte der Fokus vollständig auf dem Inhalt liegen. Störungen unterbrechen nicht nur den Take, sondern auch die innere Haltung vor der Kamera. Und manchmal ist ein guter Take nicht mehr wieder zu bekommen. Ein ungestörter Raum schafft Sicherheit und diese Sicherheit ist am Bild auch sichtbar.
Ein professioneller Auftritt vor der Kamera entsteht durch bewusste Entscheidungen: in der Vorbereitung, im technischen Setup und in der eigenen Haltung. Das Smartphone ist dabei Werkzeug, nicht Maßstab.
Wer Licht, Ton, Bild und Inhalt zusammendenkt, schafft Content, der funktioniert.
